BTC65420.0 2.40%
ETH3500.0 1.20%
EUR/USD1.0840 0.10%
GBP/USD1.2650 0.05%
GOLD2350.0 0.80%
OIL85.4000 0.50%
SPX5200.0 0.60%
NDX18100.0 0.90%
USD/JPY151.2 0.20%
TSLA175.4 1.20%
BTC65420.0 2.40%
ETH3500.0 1.20%
EUR/USD1.0840 0.10%
GBP/USD1.2650 0.05%
GOLD2350.0 0.80%
OIL85.4000 0.50%
SPX5200.0 0.60%
NDX18100.0 0.90%
USD/JPY151.2 0.20%
TSLA175.4 1.20%
Back to Academy
Beginner

Futures vs. CFDs: Der institutionelle Leitfaden für Derivatekontrakte

DIE KAPITALBARRIERE UND STANDARDISIERUNG

Die größte Hürde beim Futures-Handel ist die Standardisierung. Auf dem Terminmarkt können Sie nicht „50 Einheiten“ Gold kaufen. Sie müssen einen bestimmten Vertrag abschließen. Ein Standard-Goldkontrakt (GC) entspricht 100 Feinunzen. Wenn Gold 2.000 US-Dollar kostet, beträgt der Nominalwert 200.000 US-Dollar. Selbst mit Hebelwirkung könnte die Margin-Anforderung für die Eröffnung dieses Handels 10.000 $ oder mehr betragen. Dies verteuert viele kleinere Händler.

CFDs bieten unendliche Flexibilität. Da es sich um einen privaten Vertrag handelt, kann der Makler den Vertrag in Bruchteile aufteilen. Sie können 0,1 Lots oder sogar 0,01 Lots Gold handeln und benötigen dafür nur 50 $ Marge. Dies macht CFDs de facto zum Übungsfeld für kleine Konten. Allerdings hat diese Flexibilität ihren Preis: den Spread. Futures-Ticks sind fest und eng (oft 1 Tick breit). Die CFD-Spreads schwanken und können sich bei Nachrichtenereignissen deutlich ausweiten, was die Rentabilität schmälert.

DER STILLE KILLER: SWAPS VS. SICH UMDREHEN

Wenn Sie ein Daytrader sind, sind diese Unterschiede minimal. Aber für einen Swingtrader, der wochenlang Positionen hält, dreht sich die Kostenstruktur um.

Bei CFDs zahlen Sie jede Nacht, in der Sie die Position halten, eine „Swap“- oder „Overnight Financing“-Gebühr. Dabei handelt es sich praktisch um ein Zinsdarlehen auf den gehebelten Betrag. Über Wochen hinweg kann dieses Interesse Ihr Alpha zerstören. Ein Handel, der einen Monat lang seitwärts verläuft, ist ein Verlusthandel bei CFDs aufgrund von Swaps.

Für Futures gibt es keine Overnight-Swaps. Stattdessen werden die „Cost of Carry“ im Vertrag selbst eingepreist (weshalb zukünftige Preise von den Spotpreisen abweichen). Wenn ein Futures-Kontrakt ausläuft (z. B. alle drei Monate), müssen Sie ihn „rollen“ – den alten verkaufen und den neuen kaufen. Dies erfordert eine Provision und eine mögliche Preisdifferenz (Contango/Backwardation), ist aber im Allgemeinen günstiger als die Zahlung täglicher Zinssätze für 30 Tage für einen CFD. Daher sind Futures mathematisch gesehen überlegen, wenn Sie Trades über Wochen oder Monate halten.

VOLUMENANALYSE UND DIE WAHRHEIT DES MARKTES

Professioneller Handel hängt stark vom Volumenprofil und dem Auftragsfluss ab. Auf dem Futures-Markt ist das Volumen absolut. Wenn Sie sehen, dass 5.000 Kontrakte zu einem bestimmten Preis gehandelt werden, ist das eine Tatsache. Sie können Strategien rund um diese Daten entwickeln (z. B. Absorption, Deltas).

In der CFD-Welt ist „Volumen“ normalerweise „Tick-Volumen“ – es zählt, wie oft sich der Preis bewegt hat, nicht wie viel Geld den Besitzer gewechselt hat. Es ist eine Simulation der Lautstärke, nicht der Realität. Folglich ist es unmöglich, Order-Flow-Handelsstrategien mit einem Standard-CFD-Feed genau auszuführen. Wenn Ihr Vorteil davon abhängt, zu sehen, wo die „Wale“ gefangen sind, müssen Sie sich auf dem Futures-Markt befinden.

URTEIL

Die Wahl hängt von der Kapitalisierung und dem Zeitrahmen ab. Wenn Sie ein kleines Konto haben (unter 5.000 $) oder eine Mikrogranularität bei der Positionsgröße benötigen, sind CFDs Ihre einzig praktikable Option. Sie bieten Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Wenn Sie jedoch über eine Kapitalausstattung verfügen (über 25.000 US-Dollar) und Strategien basierend auf dem realen Volumen handeln oder Positionen mittel- bis langfristig halten, bietet der Futures-Markt eine fairere, günstigere und transparentere Arena. Der berufliche Weg führt fast immer in die Zukunft.

Found this helpful?

Help your trading friends by sharing this guide.