Bulle vs. Bär: Die Psychologie des Vermögenstransfers (und wie man beides überlebt)
Den Bullen überleben: Die Falle der Euphorie
In einem starken Bullenmarkt werden schlechte Gewohnheiten belohnt. Sie können eine überzogene Aktie kaufen, zusehen, wie sie fällt, und sie wird sich wahrscheinlich erholen. Das erzeugt Selbstgefälligkeit. Die größte Gefahr in einem Bullenmarkt besteht darin, kein Geld zu verlieren – es besteht darin, Glück mit Geschick zu verwechseln. Zu den Strategien, die hier funktionieren, gehören „Buying the Dip“ und Momentum-Handel. Mit zunehmender Reife des Zyklus wird die Sektorrotation jedoch entscheidend. Kapital fließt von aggressiven Technologie- und zyklischen Aktien in defensive Versorger- und Basiswerte, während sich das kluge Geld auf den Winter vorbereitet. Das Signal zum Aufpassen? Wenn „gute Nachrichten“ den Markt nicht nach oben treiben. Das ist Erschöpfung.
DEN BÄREN ÜBERLEBEN: BARGELD IST KÖNIG
Wenn sich der Trend umkehrt, ändern sich die Regeln der Physik. „Den Dip zu kaufen“ in einem Bärenmarkt ist finanzieller Selbstmord; es fängt ein fallendes Messer auf. Das Hauptziel in einem Bärenmarkt ist der Kapitalerhalt. Bargeld steht nicht „am Rande“ – es ist eine aktive Position, die mit jedem Tag, an dem die Vermögenspreise fallen, an Kaufkraft gewinnt. Für den fortgeschrittenen Trader ist jetzt die Zeit für Leerverkäufe und inverse ETFs. Bärenmärkte sind kürzer als Bullenmärkte, aber die Volatilität ist extrem. Die Rallyes (bekannt als „Dead Cat Bounces“) sind scharf und verführerisch und fangen Händler oft vor dem nächsten Abwärtstrend ein.
DER VERMÖGENSTRANSFER
Es wird oft gesagt: „Bullenmärkte machen Geld, Bärenmärkte machen reich.“ Dies liegt daran, dass Bärenmärkte die Vermögenspreise unter ihren inneren Wert drücken. Dies ist die Zeit des großen Vermögenstransfers. Wer während der Verteilungsphase Bargeld gespart hat, kann nun hochwertige Vermögenswerte (Aktien, Immobilien, Krypto) für ein paar Cent pro Dollar von notleidenden Verkäufern kaufen. Aus diesem Grund dürfen Sie Ihr Konto niemals in die Luft jagen, indem Sie versuchen, den Tiefpunkt vorherzusagen. Sie müssen den Absturz überleben, um die Asche zu kaufen.
DER SEITWÄRTSKILLER
Zwischen dem Bullen und dem Bären liegt der „Känguru“- oder Seitwärtsmarkt. Hier sterben trendfolgende Algorithmen. Der Markt pendelt zwischen einem definierten Bereich und bricht weder aus noch nach unten. In diesem Umfeld ist Geduld der einzige Vorteil. Wenn Sie eine Bullenmarkt-Trendstrategie auf einen Seitwärtsmarkt anwenden, werden Sie durch ständige falsche Signale den „Tod durch tausend Schnitte“ erleiden.
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ÜBER DEN AUTOR
TradeWise-Analystenteam
Das TradeWise-Analystenteam besteht aus ehemaligen institutionellen Prop-Händlern und Risikomanagern und ist darauf spezialisiert, Marktmechanismen aufzudecken, die von Einzelhandelspädagogen oft übersehen werden. Unser Ziel ist es, die Lücke zwischen der Ausführung auf Bankebene und dem Handel im Home-Office zu schließen. Wir bieten keine Finanzberatung, sondern vielmehr die mathematischen Rahmenbedingungen, die zum Überleben auf den Märkten erforderlich sind.
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