BTC65420.0 2.40%
ETH3500.0 1.20%
EUR/USD1.0840 0.10%
GBP/USD1.2650 0.05%
GOLD2350.0 0.80%
OIL85.4000 0.50%
SPX5200.0 0.60%
NDX18100.0 0.90%
USD/JPY151.2 0.20%
TSLA175.4 1.20%
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Erklärte Währungspaare: Majors, Minors und Exotics

You are reading Lesson 2 of the forex-foundation course.

Bevor wir den Markt kategorisieren, müssen wir die Mathematik des Instruments selbst beherrschen. Jedes Währungspaar besteht aus einer **Basiswährung** und einer **Kurswährung**. Die Struktur ist immer AAA/BBB.

**1. DIE ANATOMIE EINES PAARES**

Nehmen wir **GBP/USD** (Britisches Pfund vs. US-Dollar) als Fallstudie. In diesem Paar ist das GBP die Basiswährung und der USD die Kurswährung.

* **Die Basis (erste Währung):** Dies ist der „Artikel“, mit dem Sie handeln. Er ist immer gleich 1. Wenn Sie GBP/USD kaufen, kaufen Sie 1 Britisches Pfund.
* **Der Kurs (zweite Währung):** Dies ist das „Geld“, mit dem Sie die Basis bezahlen. Sie gibt an, wie viel von der zweiten Währung erforderlich ist, um eine Einheit der ersten zu kaufen.

Wenn GBP/USD bei **1,3500** gehandelt wird, bedeutet das **1 £ = 1,35 $**.

**Die Mechanismen des Handels:**
Wenn Sie GBP/USD **LONG** (kaufen) gehen, kaufen Sie effektiv Pfund und verkaufen Dollar. Sie möchten, dass die Basis (GBP) stärker oder der Kurs (USD) schwächer wird. Wenn der Kurs auf 1,3600 steigt, ist Ihr einzelnes Pfund jetzt mehr Dollar wert.

Wenn Sie GBP/USD **SHORT** (Verkauf) gehen, verkaufen Sie effektiv Pfund, um Dollar zu kaufen. Sie möchten, dass die Basis schwächer oder das Zitat gestärkt wird. Wenn der Kurs auf 1,3400 fällt, kostet der Kauf eines Pfunds weniger Dollar, was bedeutet, dass das Pfund an Wert verloren hat (oder der Dollar gewonnen hat) und Ihre Short-Position profitiert.

---

**2. DIE MAJORS: Die Titanen der Liquidität**

Die „Majors“ sind die Blue-Chip-Aktien der Forex-Welt. Per Definition muss ein Hauptpaar den **US-Dollar (USD)** und eine der anderen sieben mächtigsten Volkswirtschaften umfassen. Der USD ist die Reservewährung der Welt und an fast 90 % aller Devisentransaktionen beteiligt.

**Die „Big Four“-Majors:**

* **EUR/USD (The Fiber):** Das meistgehandelte Paar der Welt, das die beiden größten Volkswirtschaften (Eurozone und USA) repräsentiert. Es ist für seine hohe Liquidität und sehr niedrige Spreads bekannt. Der Trend verläuft tendenziell gleichmäßig, kann jedoch in unentschlossenen Marktphasen unruhig sein.
* **USD/JPY (The Gopher):** Der Kampf zwischen den USA und Japan. Der JPY ist traditionell eine „sichere Hafenwährung“. Wenn die globale Angst zunimmt (Krieg, Pandemie, Rezession), flüchtet das Kapital oft in den Yen, was zu einem aggressiven Rückgang dieses Paares führt.
* **GBP/USD (Das Kabel):** Benannt nach dem im 19. Jahrhundert verlegten Transatlantikkabel. Es ist volatiler als EUR/USD. Es wird von Daytradern wegen seiner Fähigkeit geliebt, während der Londoner Sitzung große, entscheidende Bewegungen zu machen.
* **USD/CHF (The Swissy):** Der Schweizer Franken ist ein weiterer sicherer Hafen. Dieses Paar weist oft eine negative Korrelation zu EUR/USD auf (wenn der Euro steigt, fällt Swissy oft).

**Die Rohstoffpaare:**
Dies sind ebenfalls Majors (da sie den USD einschließen), aber ihre Volkswirtschaften sind stark von Rohstoffexporten abhängig.

* **AUD/USD (Aussie):** Stark korreliert mit den Gold- und Eisenerzpreisen. Australien ist eine bedeutende Bergbauwirtschaft.
* **USD/CAD (The Loonie):** Stark korreliert mit den Ölpreisen. Kanada ist ein riesiger Ölexporteur. Wenn die Ölpreise abstürzen, schwächt sich der kanadische Dollar häufig ab, was den USD/CAD-Kurs in die Höhe treibt.
* **NZD/USD (The Kiwi):** Ähnlich wie der Aussie, aber stärker getrieben durch Agrarexporte (Milchprodukte).

**Warum Majors handeln?**
Für Anfänger sind die Majors der sicherste Spielplatz. Die Spreads sind eng (oft 0-1 Pip), die Ausführung erfolgt sofort und die Berichterstattung ist reichlich. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer „Slippage“ (Belegung zu einem schlechteren Preis als erwartet) geringer als anderswo.

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**3. DIE MINDERJÄHRIGEN (KREUZE): Reine Ökonomien**

Ein „Kleinwährungspaar“ fungiert als Brücke zwischen zwei großen Volkswirtschaften, an der der US-Dollar *nicht* beteiligt ist. Diese werden oft **Kreuze** genannt.

**Warum Kreuze tauschen?**
Manchmal ist der US-Dollar „chaotisch“ – vielleicht sendet die Federal Reserve gemischte Signale, was dazu führt, dass der USD hin und her schwankt. Wenn Sie die Stärke des Euro gegen die Schwäche des britischen Pfunds handeln möchten, müssen Sie EUR/USD und GBP/USD nicht separat handeln. Sie handeln **EUR/GBP**.

**Wichtige Schlüsselkreuze:**

* **EUR/GBP (The Chunnel):** Eine Anspielung auf die Beziehung zwischen Großbritannien und der Eurozone. Es bewegt sich oft langsamer und mit kleineren Reichweiten als andere Paare, was es bei Scalpern beliebt macht.
* **EUR/JPY & GBP/JPY (The Beast/Widow-Maker):** Dies sind die volatilen Cousins ​​der Majors. GBP/JPY ist für seine enormen täglichen Schwankungen berüchtigt. Sie wird durch die Volatilität des Pfunds multipliziert mit der Volatilität des Yen bestimmt. Er kann sich in einer Sitzung, in der sich EUR/USD nur um 50 bewegt, um 150–200 Pips bewegen. Er lockt aggressive Händler an, kann aber schnell Konten vernichten.
* **EUR/CHF:** Ein höchst politisches Paar, das von der Schweizerischen Nationalbank genau beobachtet wird, um zu verhindern, dass ihre Währung zu teuer wird.

**Die Kosten der Kreuze:**
Da diese etwas weniger liquide sind als die Majors, sind die Spreads größer (erwarten Sie 2-4 Pips statt 1). Die Trends können jedoch klarer sein, da Sie den USD-Nachrichtenrausch aus der Gleichung entfernen.

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**4. DIE EXOTIEN: Hohes Risiko, hohe Belohnung**

Exotische Paare bestehen aus einer Hauptwährung (normalerweise USD oder EUR) gepaart mit der Währung eines Entwicklungs- oder Schwellenlandes. Beispiele hierfür sind Brasilien, Mexiko, die Türkei, Südafrika oder Thailand.

**Beispiele:**
* **USD/MXN (US-Dollar / Mexikanischer Peso)**
* **USD/ZAR (US-Dollar / Südafrikanischer Rand)**
* **USD/TRY (US-Dollar / Türkische Lira)**
* **USD/SGD (US-Dollar / Singapur-Dollar)**

**Die Gefahrenzone:**
Exoten sind nichts für schwache Nerven. Die Liquidität ist gering, sodass große Aufträge den Markt bewegen können.

1. **Spreads:** Während EUR/USD einen Spread von 1 Pip haben könnte, könnte USD/ZAR einen Spread von 50 oder 100 Pip haben. Sie beginnen den Handel deutlich im Minus.
2. **Volatilität:** Diese Paare werden durch politische Instabilität, lokale Korruption oder volatile Exportpreise bestimmt. Sie können an einem einzigen Tag abstürzen oder um 5 % steigen.
3. **Swaps (Zinssätze):** Dies ist der größte Vorteil. Schwellenländer haben oft sehr hohe Zinssätze, um Kapital anzuziehen. Wenn Sie eine Währung mit hohem Zinssatz gegen eine Währung mit niedrigem Zinssatz halten, können Sie täglich erhebliche Zinszahlungen (Swaps) erzielen. Dies wird als **Carry Trade** bezeichnet.

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**5. ZUSAMMENHANG: Das versteckte Risiko**

Ein häufiger Anfängerfehler besteht darin, mehrere Positionen zu eröffnen, bei denen es sich praktisch um die gleiche Wette handelt.

* **Positive Korrelation:** Wenn Sie **EUR/USD** und **GBP/USD** kaufen, wetten Sie im Wesentlichen zweimal gegen den US-Dollar. Diese Paare bewegen sich synchron (stark korreliert). Wenn der Dollar stärker wird, verlieren Sie bei *beiden* Trades gleichzeitig, was Ihr Risiko verdoppelt.
* **Negative Korrelation:** Wenn Sie **EUR/USD** und **USD/CHF** kaufen, heben Sie sich wahrscheinlich auf. Wenn der Euro steigt, fällt normalerweise der Swissy (USD/CHF). Sie zahlen zwei Spreads, um keinen Gewinn zu erzielen.

**Professioneller Einblick:**
Überprüfen Sie immer eine „Korrelationsmatrix“, bevor Sie mehrere Trades tätigen. Wenn Sie diversifizieren möchten, müssen Sie Paare wählen, die sich nicht im Gleichschritt bewegen. Beispielsweise stellt eine Long-Position im AUD/USD (Rohstoff-Play) und eine Short-Position im EUR/GBP (europäisches Cross-Play) zwei grundlegend unterschiedliche Handelsideen dar.

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**Zusammenfassung und umsetzbare Ratschläge**

**Halten Sie sich in den ersten 6 Monaten Ihrer Trading-Karriere an die Hauptwährungen**, insbesondere EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY. Diese bieten die geringste Eintrittsbarriere und das vorhersehbarste Verhalten.

Vermeiden Sie Exoten vollständig, bis Sie dauerhaft profitabel sind. Die großen Spreads von Exoten stellen eine Belastung für Ihr Handelssystem dar, die eine Anfängerstrategie normalerweise nicht überwinden kann.

Wenn Sie bereit sind zu expandieren, achten Sie auf die Yen-Kreuze (GBP/JPY, EUR/JPY), um eine höhere Volatilität und größere Zielspannen zu erreichen. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie Ihre Positionsgröße nach unten anpassen, um den erforderlichen breiteren Stopps Rechnung zu tragen.

Ihre Aufgabe als Händler ist es, den Weg des geringsten Widerstands zu finden. Dieser Weg wird oft durch die Liquidität der Majors geebnet.

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