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Was ist Forex? Den 6-Billionen-Dollar-Markt verstehen

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Um in diesem Bereich effektiv agieren zu können, müssen Sie zunächst das Schlachtfeld verstehen. Der Forex-Markt ist keine zentralisierte Börse wie die NYSE oder NASDAQ. Es gibt kein einziges Gebäude in New York oder London, in dem Bestellungen zusammengeführt werden. Stattdessen ist Forex ein außerbörslicher (OTC) Markt. Es handelt sich um ein dezentrales globales Netzwerk von Banken, Finanzinstituten und elektronischen Kommunikationsnetzen (ECNs), das durch Terminals und Hochfrequenzalgorithmen verbunden ist. Wenn Sie einen Handel ausführen, schließen Sie im Wesentlichen einen Vertrag innerhalb dieses riesigen digitalen Netzwerks ab.

**DIE HIERARCHIE DER LIQUIDITÄT**

Nicht alle Teilnehmer an diesem Markt sind gleich. Wir stellen uns den Forex-Markt als eine abgestufte Hierarchie vor. Ganz oben befindet sich der **Interbankenmarkt**. Dazu gehören die größten Geschäftsbanken der Welt – Namen wie Deutsche Bank, Citi, JP Morgan und UBS. Diese Unternehmen wickeln über elektronische Brokersysteme (wie EBS oder Reuters) direkt Transaktionen ab. Die Spreads sind hier hauchdünn und das Volumen immens. Sie fungieren als primäre Market Maker und stellen die Liquidität bereit, die an alle anderen weitergegeben wird.

Unterhalb des Interbankenmarktes befinden sich die **institutionellen Spekulanten und Hedgefonds**. Diese Akteure schaffen keine Liquidität; sie konsumieren es. Sie bewegen riesige Kapitalmengen auf der Grundlage makroökonomischer Modelle, der Zentralbankpolitik und geopolitischer Ereignisse. Ihr Auftrag besteht oft darin, massive Risiken abzusichern oder Alpha (Gewinn) für ihre Kunden zu generieren. Ihnen folgen die **Unternehmen**. Unternehmen wie Apple oder Toyota engagieren sich auf dem Devisenmarkt nicht, um zu spekulieren, sondern um Geschäftsrisiken abzusichern. Wenn Toyota Autos in den USA verkauft, aber Arbeiter in Japan bezahlt, müssen sie USD wieder in JPY umrechnen. Bei diesen Strömen handelt es sich um „echte Geldströme“, die unabhängig von den technischen Rahmenbedingungen langfristige Trends vorantreiben können.

Am Ende der Nahrungskette steht der **Einzelhändler** – Sie. Das Einzelhandelsvolumen macht einen Bruchteil des Gesamtmarktes aus. Einzelhändler greifen in der Regel über Broker auf den Markt zu, die als Vermittler fungieren und Ihre Aufträge entweder an Liquiditätsanbieter weiterleiten (ECN/STP) oder die andere Seite Ihres Handels übernehmen (Market Maker). Zu verstehen, dass Sie ein kleiner Fisch in einem von Walen dominierten Ozean sind, ist der erste Schritt zum Risikomanagement. Sie bewegen den Markt nicht; Sie surfen auf den Wellen, die von den Institutionen geschaffen werden.

**DIE MECHANIK DES PAARES**

An der Börse kauft man Aktien eines Unternehmens mit Bargeld. Beim Devisenhandel ist das Geld die Ware. Da Geld das Tauschmittel ist, kann es nur gegenüber einer anderen Währung bewertet werden. Aus diesem Grund handeln wir mit **Währungspaaren**. Jeder Handel ist eine gleichzeitige Transaktion: Sie kaufen eine Währung und verkaufen eine andere.

Schauen wir uns den EUR/USD-Kurs an. Wenn Sie EUR/USD „long“ gehen (kaufen), kaufen Sie Euro und bezahlen diese mit US-Dollar. Sie wetten praktisch darauf, dass die Wirtschaft des Euro die Wirtschaft der USA übertreffen wird. Wenn der Euro stärker wird, steigt der Wechselkurs und Sie profitieren. Wenn der Dollar stärker wird, sinkt der Kurs und Sie verlieren. Diese relative Bewertung macht Forex einzigartig. Eine Währung hat im luftleeren Raum keinen „intrinsischen“ Preis; es hat nur einen Preis relativ zu seiner Gegenpartei.

**DIE DREI HANDELSSITZUNGEN**

Im Gegensatz zu Aktien, die einen harten Eröffnungs- und Schlusskurs haben, ist Forex ein 24-Stunden-Markt, fünf Tage die Woche. Allerdings bedeutet „offen“ nicht „aktiv“. Die Liquidität verlagert sich auf der ganzen Welt, während die Finanzzentren aufwachen und schlafen. Wir unterteilen den Tag in drei große Sitzungen:

1. **Die asiatische Sitzung (Tokio/Sydney):** Häufig gekennzeichnet durch geringere Volatilität und Konsolidierung. Der Yen (JPY) und der Australische Dollar (AUD) erleben hier die größte Bewegung.

2. **The London Session (Europa):** Die Finanzhauptstadt der Welt für Forex. Hier findet der Großteil des Transaktionsvolumens statt. Hier beginnen oft Volatilitätsspitzen und echte Trends. Die London Open (ungefähr 3:00 Uhr EST) sind ein kritischer Zeitpunkt für Ausbrüche.

3. **Die New York Session (Nordamerika):** Die zweitliquideste Session. Die Überschneidung zwischen London und New York (8:00 Uhr EST bis 12:00 Uhr EST) ist das „goldene Fenster“ des Handels, in dem die Liquidität ihren Höhepunkt erreicht und die Spreads am engsten sind. Umgekehrt kommt es am späten New Yorker Nachmittag häufig zu einem Rückgang der Lautstärke.

**LIQUIDITÄT UND DIE ZAHL VON 6,6 BILLIONEN USD**

Warum beharren wir auf dem täglichen Volumen von 6,6 Billionen US-Dollar? Weil **Volumen = Liquidität** und **Liquidität = Stabilität**. Auf illiquiden Märkten (wie Penny Stocks oder obskuren Kryptomünzen) kann ein relativ kleiner Kaufauftrag den Preis erheblich in die Höhe treiben, nur um ihn wenige Augenblicke später abzustürzen. Das ist Slippage und der Feind eines Händlers. Bei den wichtigsten Forex-Paaren (EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY) ist der Ozean so tief, dass Sie Positionen fast jeder Größe sofort zum Marktpreis eingehen und verlassen können. Diese Liquidität stellt sicher, dass die Muster der technischen Analyse tendenziell zuverlässiger sind, da enormes institutionelles Kapital erforderlich ist, um die Preisstruktur zu verändern.

Verwechseln Sie Liquidität jedoch nicht mit Sicherheit. Der Forex-Markt ist stark gehebelt (ein Thema für eine zukünftige Lektion), was bedeutet, dass der Ein- und Ausstieg zwar einfach ist, die Geschwindigkeit, mit der Ihr Eigenkapital schwanken kann, jedoch erheblich ist. Der Markt bewegt sich aufgrund von Informationen – Zinsentscheidungen, BIP-Daten und geopolitischen Konflikten. Als TradeWise-Student besteht Ihr Ziel nicht darin, die Zukunft vorherzusagen, sondern Szenarien mit hoher Wahrscheinlichkeit zu identifizieren, in denen die Institutionen bereits ihre Stärke gezeigt haben.

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